Koordiniert von der FAU Erlangen-Nürnberg bietet SCRIPTO “eine systematische forschungsorientierte Einführung in das Wesen des mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Büchererbes” (aus der Beschreibung des Programms auf der Website der Lateinischen Philologie des Mittelalters und der Neuzeit der FAU). Der Lehrgang, bestehend aus einem Kursus zum nachklassischen Latein, den Horae Bambergenses (Mittellatein an der Universität Bamberg), einem Modul zur mittelalterlichen Buchmalerei (Stadtbibliothek Nürnberg), der Summer School zur abendländischen/lateinischen Schriftkultur (Stiftsbibliothek St. Gallen) sowie einem Kursus zur digitalen Handschriftenkatalogisierung (Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel), vermittelt umfassendes Wissen über die Geschichte der europäischen Buchkultur und textuellen Überlieferung ab der Antike.
2020 mit dem Mittellatein-Kurs im schönen (aber spätwinterlich verregneten) Bamberg gestartet war ich 2022 zunächst im April in Nürnberg, wo uns Christine Jakobi-Mirwald mit den Grundlagen der mittelalterlichen Buchausstattung vertraut gemacht hat.
Über den Kurs in Nürnberg berichte ich in Kürze in einem Blog-Beitrag.
Unangefochtener Höhepunkt meiner SCRIPTO-Zeit war dann der Aufenthalt in St. Gallen im Mai 2022. Als Stipendiat der Stiftsbibliothek St. Gallen durfte ich zusammen mit einem internationalen Team von Teilnehmenden fünf spannende Tage lang den Ausführungen Michele Ferraris sowie des Teams der Stiftsbibliothek zur lateinischen Paläographie lauschen, mit den wertvollen (früh-)mittelalterlichen Codices der Stiftsbibliothek arbeiten und den Stiftsbezirk samt barockem Bibliothekssaal und dem Stiftsarchiv mit seinem wertvollen Urkundenbestand erkunden.
Von der Zeit in St. Gallen berichte ich in Kürze in einem weiteren Blog-Beitrag sowie in diesem Bericht (anlässlich des Stipendiums verfasst).